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Thema: Maritimes Kanada 2026 - Neue Seiten (Gelesen 3619 mal) | |||
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Fazit:
Nova Scotia war wunderschön, besonders die Bay of Fundy, das Annapolis Valley und die Südküste um Lunenburg haben uns begeistert. Wir waren hier zwei Wochen länger unterwegs als ursprünglich geplant, daher reichen 5 Wochen erst einmal. Aber Newfoundland hat uns mit seiner großartigen Natur, den kleinen Fischerdörfern, unzähligen Wanderwegen und den oft menschenleeren Straßen begeistert. Es ist eine Insel, auf der man noch viel Ruhe und Weite erleben kann. Mit dem Wetter hatten wir Glück und die Jahreszeit war perfekt für die Highlights, jedenfalls wenn man so ein langes Zeitfenster hat wie wir. Sonst muss man sich entscheiden: Eisberge und Kälte oder Wale und etwas wärmer? Vogelkolonien oder Herbstlaub? Hochsaison oder Vorsaison mit teilweise noch oder schon wieder geschlossenen Geschäften, Restaurants und Museen? Auf jeden Fall früh planen, vor allem Fährfahrten und Leihwagen oder Camper. Was lockt nach Newfoundland? Eine der längsten Küstenlinien der Welt Newfoundland hat rund 29.000 km Küstenlinie – je nach Messmethode. Für eine Insel dieser Größe enorm viel. Buchten, Fjorde, Halbinseln und vorgelagerte Inseln sorgen dafür, dass die Küste extrem zerklüftet ist. Meerblick überall, auch von vielen Ferienhäusern. Ein Fenster in den Erdmantel Die Tablelands im Gros Morne National Park gehören zu den spektakulärsten geologischen Besonderheiten der Insel. Dort liegt Peridotit an der Oberfläche – Gestein, das normalerweise tief im Erdinneren bzw. im oberen Erdmantel vorkommt. Wer sich nur ein bisschen für Geologie interessiert ist hier im 7. Himmel. Der Gros Morne National Park zeigt auf kleinstem Raum Gesteine und Landschaftsformen, die die Entwicklung der Erdkruste dokumentieren. Die Geologie war ein wesentlicher Grund für die UNESCO-Auszeichnung. Einer der besten Orte für Eisberge Die sogenannte Iceberg Alley vor der Küste Neufundlands gehört weltweit zu den bekanntesten Eisbergregionen. Im Frühjahr und Sommer treiben Eisberge aus Grönland und der Arktis an der Küste vorbei. Von Land aus zu sehen, oder mit dem Boot einmal rundum - ein wunderbares Erlebnis das süchtig macht. Eine der besten Regionen der Welt für Walbeobachtung Vor Newfoundland treffen nährstoffreiche Gewässer aufeinander und entsprechend groß ist das Nahrungsangebot. Besonders Buckelwale sind hier im Sommer häufig anzutreffen, die haben wir leider dieses Jahr verpasst. Seevogel Kolonien Newfoundland ist berühmt für seine Papageientaucher (Puffins), die haben wir ebenfalls verpasst. Die Kolonie bei Witless Bay zählt zu den größten Atlantik-Papageientaucherkolonien Nordamerikas und in Elliston kommt man ganz nah ran. Beides auf der Liste für den nächsten Urlaub. Ebenso die Eine der bedeutendsten Seevogelregionen Nordamerikas. An den Küsten brüten Millionen von Seevögeln, neben Papageientauchern auch Trottellummen, Basstölpel, Dreizehenmöwen und Sturmschwalben. Einer der bedeutendsten Wikinger-Fundorte außerhalb Skandinaviens L’Anse aux Meadows ist die erste eindeutig nachgewiesene europäische Siedlung in Nordamerika, sie wird auf etwa 1000 n. Chr. datiert und ist UNESCO-Welterbe. Die Nordmänner haben schon 500 Jahre vor Columbus den Kontinent betreten. Die nettesten Menschen Die berühmte „Newfoundland Hospitality“ ist tatsächlich ein Teil der regionalen Identität. Ein Gespräch mit Fremden beginnt dort erstaunlich leicht. Ob auf einem Parkplatz, am Aussichtspunkt, im Café oder auf einem Campingplatz: Ein „Where are you from?“ kann schnell zu einem längeren Gespräch werden. Neufundländer gelten als humorvoll, schlagfertig und ausgesprochen gesellig. Viele der winzigen Küstenorte haben nur wenige hundert Einwohner und trotzdem eine erstaunlich lebendige Gemeinschaft. Viel Wildnis, wenig Menschen Newfoundland ist riesig, aber dünn besiedelt. Die gesamte Provinz Newfoundland and Labrador hat nur gut eine halbe Million Einwohner. Der größte Teil auf Newfoundland lebt entlang der Küsten und im Großraum St. John’s. Gerade außerhalb der größeren Orte kann man kilometerweit fahren, ohne nennenswerten Verkehr. Vorsichtig fahren wegen Frostaufbrüchen und Elchen ist Pflicht, also langsam und genießen statt schnell. Viel zu schnell waren unsere 16 Tage vorbei, dann kam der Unfall. Den südlichen Teil der Insel, also alles südlich von Twillingate, haben wir diesmal leider nicht mehr geschafft. Damit bleibt zum Glück noch einiges für eine zweite Reise. Im nächsten Jahr möchten wir deshalb noch einmal zu den bereits bekannten Orten zurückkehren, das nachholen, was wir diesmal verpasst haben, und gleichzeitig viele neue Gegenden entdecken. Ganz besonders freuen wir uns auf das, was noch auf uns wartet: die Hauptstadt St. John´s, Wale, Puffins, große Vogelkolonien und natürlich viele weitere schöne Wanderwege. Newfoundland – wir kommen wieder! | ||||
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub ...
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Nach Neufundland so einen fetten Schlusspunkt mit Twillingate zu setzen, ist natürlich absolut standesgemäß – wer will bei den Aussichten auf gigantische Eisberge an den Klippen, bunte Holzbuden und frischen Hummer daheim schon wieder in den grauen Alltag zurück? Ein würdiger Abschluss für so eine Tour, da kriegt man direkt Fernweh nach rauem Küstenwetter.
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