| Reiseforum | Weltreisen | Fotowelt | Meine Welt | Site-Map | HOME |

| Argentinien | Australien | Brasilien | Deutschland | Georgien | Hawaii | Indien | Kanada | Namibia | Niederlande | Neuseeland | Panama | Südafrika |

News: Like auf facebook: Ingrids-Welt - Die Reisecommunity

Willkommen, Gast. Bitte Login oder Registrieren.

  03.Juli 2022 08:23:43

Seiten: 1 ... 4 5 [6] Antwort Überwachen Senden Sie dieses Thema Drucken
   Autor  
Autor-Posts
 Thema: Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona  (Gelesen 28725 mal)
Volker2005

**

Offline

Einträge: 254





Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 27.April 2020 09:02:12 »
Antwort mit Zitat nach oben
Genau, wie es ist wenn zu viele den selben Geschmack haben sieht man ja an überlaufenen Touristenzielen in aller Welt. Leider hält sich jeder in meinem Bekanntenkreis, der am Tag 10 Deutsche statt 100 Deutsche im Urlaub trifft für den besseren Urlauber - mich eingeschlossen.  grin  grin

Volker
Besser 1x selbst gesehen, als 100x über Dritte davon gehört.
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

**

Offline

Einträge: 4351



Ich liebe dieses Forum!

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 27.April 2020 09:30:00 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hi Volker,
ich fahre nicht in irgendein Ausland um dort Deutsche zu treffen. Auch nicht "nur" 10 pro Tag. Und das hat nichts damit zu tun, ob ich mich als "besserer Tourist" fühle.
Ich reise um die Welt, um andere Landschaften, andere Kulturen, andere Menschen, anderes Essen, kennenzulernen. Demzufolge bin ich (oder sind wir, mein Mann und ich) am glücklichsten, wenn wir weit und breit keine Deutschen wahrnehmen. Deutsche haben wir doch daheim genügend, oder?  grin
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

**

Offline

Einträge: 4351



Ich liebe dieses Forum!

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 27.April 2020 11:51:10 »
Antwort mit Zitat nach oben
28.3.
Es geht durch das Städtchen 29Palms, das fast ausschliesslich aus Hotels für Gäste des Joshua Tree Nationalparks besteht. Dann fahren wir über den Sheephole-Pass nach Norden. Vom höchste Punkt dieser Strasse geht es ca. 20 Meilen und ca. 500 Höhenmeter geradeaus nach Amboy:




Im Tal kann man einen riesigen ausgetrockneten Salzsee erkennen, auf dem, wie wir später feststellen, immer noch Salz abgebaut wird:






Die Ortschaft Amboy ist ein MUSS für alle Route-66-Fans. Sie besteht eigentlich nur aus der Tankstelle und Roy's Cafe, einem Postamt und ein paar seit vielen Jahren leerstehenden Ferienhäusern. Ein Japaner kaufte 2005 den gesamten Ort und wollte dort wieder ein Motel eröffnen. Aber wie man sieht, ist das schief gegangen.






Unser heutiges Ziel ist das Mojave National Preserve. Dort wissen wir einen sehr schönen boondocking-Platz an den Kelso Dunes.
Als wir in die Seitenstrasse dorthin abbiegen, werden wir von Parkranchern gestoppt. Sie teilen uns mit, dass wir morgen früh wieder ausfahren müssen, da der gesamte Park ab morgen wg. Corona geschlossen wird. Wir wollen zwar sowieso morgen weiterfahren, fragen aber trotzdem, warum denn nicht zumindest die Durchfahrt weiterhin erlaubt sei. Die Parkrancher erzählen uns, dass dieser Park in den letzten Tagen für Feiern mit sehr vielen Teilnehmern (illegal) genutzt wurde und das muss unterbunden werden. Verständlich. Es gibt halt immer wieder Blöde, die sich an keine Regeln halten.

Wir finden jedenfalls wieder einen schönen Übernachtungsplatz, geniessen die Aussicht, beobachten andere Touristen, die auf die Dünen hochklettern und auf dem Hosenboden runterrutschen.

Und als Abschluss gibts nocheinmal ein schönes Feuerchen:












Beate
« Letzte Änderung: 27.April 2020 11:54:16 von beate2 » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Känguru

**

Offline

Einträge: 1439



No worries

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 28.April 2020 15:26:05 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hallo Beate,

bin auch weiterhin ein stiller Mitleser  wink

Gruß Karin
Cultures are not right, not wrong, just different.
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

**

Offline

Einträge: 4351



Ich liebe dieses Forum!

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 28.April 2020 18:46:06 »
Antwort mit Zitat nach oben
29.3.
Die Fahrt am Morgen durch den Park ist wieder wunderschön. Überall blühen die Blumen. Unser erster Stop in am Bahnhof Kelso. Leider ist dort auch alles geschlossen.




Weiter fahren wir nicht auf dem direkten Weg, sondern wählen den Umweg über Cisco. Das war in den letzten Jahren eine Geisterstadt. Aber jetzt sieht es aus, als ob dort wieder jemand wohnen würde. Zumindest sind Kühe rund um Haus und es gibt ein schönes Telefon:




Weiter gehts durch Wälder von Joshua Trees zum White Cross.








Ich könnte heulen, denn hier wollten wir auch nochmal übernachten und die schöne Wanderung zum Teutonia Peak machen.

Ab Baker fahren wir die Interstate 15 bis Victorville und weiter am Hwy. 18 und 14. Dann gefällt uns die Fahrerei auf der Autobahn nicht mehr und wir biegen ab auf die Strasse durch den Soledad Canyon. Das war wieder eine gute Idee, dort ist die Landschaft richtig schön. Und es blüht überall. Unter anderem sehen wir diese Hecke. Vielleicht weiss jemand, wie diese Pflanzen heissen:




Um 16.00 h sind wir am reservierten Hollywood-RV-Park im Norden von LA. Wir haben uns diesen RV-Park für die letzte Nacht ausgesucht, da er sehr nahe zum Wohnmobil-Vermieter liegt und wir nicht erst durch LA fahren müssen, was nötig gewesen wäre, wenn wir an der Küste übernachtet hätten.
Dieser RV-Park ist ein wahrer Glücksgriff. Er ist von einem bunten Völkchen bewohnt, wie uns der Eigentümer erzählt, sind es zum grössten Teil Künstler aus Hollywood. Er hat auf dem Platz auch 40 Wohnmobile, die er Krankenhauspersonal zur Verfügung stellt, wenn diese in Quarantäne müssen oder wenn die Familie zu Besuch kommt.

Schon am Eingang werden wir von einer "Polizeistreife" empfangen:




Und diese Baseballspieler aus Blumentöpfen halten Wache:




Auf dem gesamten Campingplatz ist jede Wand bemalt.




Sogar in der Laundry gibts eine Malerei:




Und das ist unser Stellplatz:




Auch die Atmosphäre auf diesem Platz ist aussergewöhnlich freundlich. Jeder der vorbeikommt hat irgendeinen lockeren Spruch. Ich habe bisher noch keinen RV-Park erlebt, der so angenehm war.


Wir packen die Koffer und putzen soweit möglich das Wohnmobil.

In den letzten Tagen haben wir uns angewöhnt, jeden Abend bei Lufthansa nachzuschauen, ob unser Flug auch noch gelistet ist. Das machen wir heute auch und uns trifft fast der Schlag: Da steht doch tatsächlich "cancelled". Wir haben keine Nachricht von LH bekommen und unser Reisebüro auch nicht. Das hätte übermorgen eine schöne Überraschung gegeben, wenn wir am Airport gestanden hätten.
Jetzt werde auch ich etwas nervös. Nicht aus Angst, dass wir nicht zurückfliegen können. Sondern weil wir ja morgen das Wohnmobil zurückgeben wollen und ich keine Lust habe, noch unbestimmte Zeit in einem Hotel zu verbringen. Wir müssten also versuchen, dass Wohnmobil länger zu behalten.
Wir schreiben sofort eine mail an unser Reisebüro und bitten, uns doch auf den (uns bekannten) Flug übermorgen über Toronto nach Frankfurt umzubuchen. Noch mitten in der Nacht bekommen wir die Bestätigung, das die Umbuchung geklappt hat.

Beate











Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

**

Offline

Einträge: 4351



Ich liebe dieses Forum!

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 29.April 2020 18:46:56 »
Antwort mit Zitat nach oben
30.3.
Die Reise geht zu Ende. Es bleibt uns nur noch, das Wohnmobil zum Vermieter zu bringen. Dort scheinen in den letzten Tagen die meisten Reisenden Ihr Wohmobil zurückgegeben zu haben, denn Los Angelos ist fast der einzige Airport, der noch internationale Flüge anbietet. Demzufolge ist der Parkraum schon zu klein geworden und die Wohnmobile stehen schon in der ganzen Umgebung auf der Strasse. Ein Abschiedsbild:




Die Rückgabe erfolgt schnell und unkompliziert. Wir treffen dort auch die beiden anderen Ehepaare wieder, die uns den Tip mit dem Flug über Toronto gegeben haben. Sie haben es also auch geschafft. Und da wir nun schon zu sechst auf dem Flug sind haben wir grosse Hoffnung, dass wir auch tatsächlich fliegen können.

Wir werden mit einem von Road Bear bezahlten Taxi zu unserem Airport-Hotel gefahren. Dort haben wir wiedermal viel Glück und bekommen ein riesengrosses Eck-Zimmer im 10. Stock mit voll eingerichteter Küche. Eines der Fenster geht auf die Startbahn des Flughafens und im anderen Fenster sieht man DownTown LA und weit im Hintergrund das Hollywood-Zeichen.









Den Nachmittag verbringen wir faul am Pool.


31.3.
Die Nacht wird sehr kurz, denn um 4.00 h geht schon unser Shuttle zum Airport, um 6.30 h ist Abflug. Der ganze Airport ist leer, wie ausgestorben. Im Flieger sitzen dann nur ca. 50 Personen.
Das Umsteigen in Toronto, mit der üblichen Immigration, geht unerwartet schnell. Passkontrolle am Automaten und schon werden wir weitergescheucht. Man hat den Eindruck, die Kanadier sind froh, wenn sie Gäste aus USA schnell wieder loswerden.
Der Flieger nach Frankfurt ist dann allerdings bis auf den letzten Platz besetzt. Und es gibt auf diesem 7-stündigen Flug nichts vernünftiges zum Essen, nur eine Lunch-Box. Dazu nur Wasser zum Trinken. Wir sind alle froh, als wir endlich in Frankfurt landen.

Dann kommt gleich die nächste Überraschung: alle Passagiere müssen sitzenbleiben, da erst das Gepäck ausgeladen wird. Angeblich damit am Kofferband kein Gedränge entsteht (was dann aber trotzdem der Fall war). Nach 20 Minuten beginnt endlich das aussteigen, allerdings dürfen immer nur 2 Reihen aussteigen und die müssen brav hintereinander, mit 2 m Abstand, zur Passkontrolle laufen. Nachdem wir sehr weit hinten sitzen dauert es fast 1 Stunde bis wir endlich draussen sind. Aber am Gepäckband trifft sich wieder alles auf engstem Raum.

Weder hier, noch am Ausgang oder irgendwo sonst nach der Landung werden wir nach Krankheitssymptomen befragt, es wird auch keine Quarantäne verhängt, einfach nichts.

Wir nehmen uns einen Mietwagen und fahren damit über leere Autobahnen gemütlich nach München.

Fazit:
Das war mal eine Abenteuerreise der etwas anderen Art. Trotzdem hat es Spass gemacht. Nur leider werden wir jetzt wahrscheinlich so schnell nicht mehr in die USA fliegen können.

Beate
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
@nna

**

Offline

Einträge: 4850





Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 29.April 2020 19:23:16 »
Antwort mit Zitat nach oben
Vielen Dank für diesen wirklich informativen Bericht ! ich werde dich zu gegebener Zeit beim Wort nehmen und mit weiteren Fragen löchern  grin
Liebe Grüße
@nna
« Letzte Änderung: 29.April 2020 20:30:15 von @nna » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

**

Offline

Einträge: 4351



Ich liebe dieses Forum!

Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 29.April 2020 19:30:09 »
Antwort mit Zitat nach oben
Gerne doch  grin  grin
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
doro

**

Offline

Einträge: 1139





Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 29.April 2020 22:27:45 »
Antwort mit Zitat nach oben
Danke, Beate, dass Du uns  'trotz Corona'  von Eurer Reise berichtet hast.

Gruß Doro
Es ist leichter, einen Atomkern zu spalten als ein Vorurteil.


Albert Einstein
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Syri

**

Offline

Einträge: 158





Profil anzeigen
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 30.April 2020 07:23:12 »
Antwort mit Zitat nach oben
Vielen Dank für den schönen Reisebericht.
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
BuboBubo

**

Offline

Einträge: 1036





Profil anzeigen WWW
Re:Reisebericht: Wohnmobil-Überführung in Zeiten von Corona
« Antwort #100 am: 30.April 2020 10:43:41 »
Antwort mit Zitat nach oben
Danke für den etwas anderen Reisebericht. Ende gut, alles gut  wink

Reisebericht - NEU: La Palma Kanaren 2021


Reisebericht - NEU: Frankreich Schlösser der Loire / Bretagne 2021
Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Seiten: 1 ... 4 5 [6] Antwort Überwachen Senden Sie dieses Thema Drucken
Powered by MySQL Ingrids Forenwelt | © 2001-2004 YaBB SE
forked to php5 & mysql-5 & XHTML in 2009 by mibu
lifted to php7 in 2016 by mibu
Powered by PHP


| Reise-Forum | Weltreisen | Datenschutz | Impressum | HOME |


Seite erstellt in 0.0813 Sekunden. 24 Queries.