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  14.Mai 2021 06:22:23

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 Thema: Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013  (Gelesen 18286 mal)
Katja

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 17.März 2013 16:59:07 »
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Oh, jetzt geht es aber schnell dem Ende zu!
Schade, dass ihr nun doch noch etwas Pech mit dem Wetter hattet.
Mit den Stellplätzen scheint es ja nicht so einfach zu sein, wenn man nicht immer wild campen möchte. Ich hätte da auch Sorge, dass wir mal irgendwo stehen, wo wir nicht stehen dürfen. Zwischen feiernden Argentiniern oder Chilenen würde ich auch nicht unbedingt stehen wollen, und ein schönes Plätzchen mit Aussicht ist natürlich immer vorzuziehen. Aber ab und zu sanitäre Anlagen wären doch eher unser Geschmack, und vor allem wenn wir wandern, brauche ich auch am Ende des Tages eine Dusche.
Die Dusche im Camper tut's in der Einsamkeit vielleicht auch mal, aber ich hasse kaltes Wasser, sonst gibt's nur eine Katzenwäsche, und vor allem muss man dann auch ständig eine Möglichkeit haben, Wasser nachzufüllen.
Das Casa Chueca sieht aber nett aus!
Viele Grüße
Katja
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 17.März 2013 17:11:32 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hall Katja,

Ja, wir haben manchmal etwas länger suchen müssen, bevor wir einen schönen Stellplatz gefunden haben. Natürlich hätten wir uns vorher schlau machen können und Campingplätze hersuchen können. Aber wir wollten so oft wie möglich wild campen. Es ist einfach nur schön, ganz allein in der Natur zu sein.

Aber andererseits: wenn wir mit dem PKW gefahren wären, wäre das ganze wahrscheinlich noch schwieriger geworden. Denn wir würden nie auf die Idee kommen, auf einer solchen Reise die Hotels vorzubuchen. Dafür sind wir viel zu gerne unabhängig.

Klar, die Dusche im Camper tuts auch, aber wirklich nur in "Notfällen".
Allerdings ist das Wasser im Camper schon warm, es ist ein Durchlauferhitzer, also innerhalb von 3 Minuten kam man heiss duschen.

Wasser nachfüllen ist auch kein Problem. Eigentlich an jeder Tankstelle gibts einen Wasseranschluss, wo man kostenlos Wasser tanken kann.

Irgendwie gehören für uns alle diese "kleinen Problemchen" zu einem Urlaub dazu. Unser geregeltes Leben mit allen Pflichten haben wir daheim, das brauchen wir im Urlaub nicht. Wir lieben es, im Urlaub sozusagen "Zigeuner" zu spielen.

Gruss Beate

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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 20.März 2013 18:55:38 »
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Auf zur letzten Etappe:

Donnerstag, 14.2.:
Wir haben unseren Mietwagen auf 9.00 h bestellt, aber schon um 8.30 h steht der Fahrer vor der Tür. Wir erfahren, dass es sich um eine echte „Einwegmiete“ handelt: der Fahrer ist heute morgen um 5.00 h in Santiago abgefahren, um uns das Auto zu bringen. (Sowas gibt’s anscheinend wirklich nur in Chile?)

Unser Gepäck in diesem kleinen Auto unterzubringen, erfordert schon einiges an Einfallsreichtum. Aber es klappt.

Nachdem wir wieder bestes Wetter haben, entscheiden wir, dass wir in den letzten Tagen noch etwas von den Anden sehen wollen. Wir fahren zunächst mal den Paso Pehuenche hoch bis zur Lagune del Maule an der  argentinischen Grenze. Die neue und sehr gut ausgebaute Strasse geht durch herrliche Vulkanlandschaften bis auf über 2.500 m hoch.

Über die Grenze dürfen wir mit unserem Mietwagen nicht, also fahren wir wieder zurück und wollen uns den Nationalpark Altos de Lircay anschauen. Die Strasse dort rauf ist allerdings ungeteert und teilweise in furchtbar schlechtem Zustand. Wir haben mit unserem kleine Auto öfter mal „Bodenkontakt“ und wagen uns fast nur noch im Schritttempo zu fahren. Irgendwann sind wir aber doch in Vilches Alto am Eingang zum Nationalpark. Hier ist allerdings Schluss für unser Auto, um weiterzukommen bräuchten wir zumindest eine höhere Bodenfreiheit.

Also machen wir noch eine kleine Wanderung am Rande des Nationalparks und suchen uns dann ein Hotel. Direkt am Parkeingang ist eine Hosteria, mit Restaurant. Hier bleiben wir und geniessen einen ruhigen Abend auf der Terrasse bei 26 Grad auf 2000 m Höhe. Wir sind die einzigen Gäste in diesem Haus.

Nachts um 2.00 h ist allerdings der Teufel los: Es kommt eine Gruppe an, wahrscheinlich vom Trekking, denn ein Auto oder gar Bus haben wir nicht gehört. Diese Leute beginnen dann erst mal unten in der Gemeinschaftsküche zum Kochen. Es wird 4.00 h bis endlich wieder Ruhe ist und ich sehne mit nach unseren absolut ruhigen Nächten im Camper zurück.

Am nächsten morgen wollen wir zu einem Aussichtspunkt im Nationalpark laufen. Aber die Visiterinfo ist so früh noch geschlossen. Es gibt keine Wegweiser und so finden wir diesen Aussichtspunkt nicht und kehren nach 1 Stunde wieder um.

Dann geht’s diese fürchterliche Strasse wieder nach unten, im Schritttempo.

Bei Molino kommen wir wieder auf die Ruta 5, die wir erst ein Stück weit fahren. Wir biegen rechts ab und wollen die Termas Cauquenes besuchen. Leider stehen wir vor verschlossener Tür: angeblich wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Aber so wie es aussieht, wird in den nächsten Monaten bestimmt nicht wieder eröffnet, und von Arbeiten ist auch nichts zu sehen.

Also müssen wir wohl weiterfahren und überlegen uns, noch das Maipo-Valley zu besuchen. Bei Pirque kommen wir am Taleingang an und gehen glücklicherweise gleich in die erste Visiter-Information. Die Dame dort ist anscheinend glücklich, etwas zu tun zu bekommen und telefoniert mit Begeisterung die nächsten Hotels an. Aber alle sind ausgebucht. Klar, ist ja Freitag Abend und das Maipo-Valley ist ein Naherholungsgebiet für die Bewohner von Santiago!

Die Dame gibt jedoch nicht auf und irgendwann findet sie wirklich noch ein freies Hotelzimmer, ca. 25 km entfernt: die Posada del Canela. Wir kommen in eine wunderschöne Anlage mit einem herrlichen Obstgarten, wo wir wieder einen gemütlichen Abend haben.

Am Samstag fahren wir gleich frühmorgens in den Cajon de Maipo. Zuerst ist die Strasse noch geteert und in gutem Zustand. Aber das sollte sich schnell ändern und wir müssen wieder die Schlaglöcher suchen. Es ist sehr viel Verkehr, vor allem grosse LKW kommen uns entgegen. Bis wir feststellen, dass dort hinten im Tal ein Zementwerk (oder was ähnliches) ist.

Wir wollen noch einmal eine Terma besuchen, die Termas Colina. Aber auch hier haben wir Pech: wir kommen bis ca. 3 km vor die Termas, dann wird die Strasse zu schlecht für unser Auto. Da ist anscheinend ein Bergrutsch runtergekommen und wir müssen wieder umkehren.

Auf dem Rückweg wollen wir zumindeset die Termas Morales noch anschauen. Baden wollen wir dort nicht, denn unser Reiseführer sagt uns, dass die Wassertemperatur nur ca. 22 Grad ist, und das ist uns zu kalt. Aber im Dorf Termas Morales kommen wir gerade richtig zum Beginn einer Fiesta.

Leider haben wir nicht mehr allzu lange Zeit, denn wir müssen heute Abend unseren Mietwagen in Santiago zurückgeben. Wir stürzen uns also in den Rückreiseverkehr Richtung Stadt, finden dank GPS unser Hotel, laden die Koffer aus und fahren gleich zu Hertz, das Auto zurückgeben.

Von dort laufen wir zum Stadtteil Bellavista, denn wir wissen von unserem letzten Urlaub, dass dort ein Viertel ist, wo sich ein Restaurant am anderen befindet. Und hier genehmigen wir uns die erste Parilla unseres Urlaubs. Total überfr..... laufen wir dann noch ½ Stunde zurück zu unserem Hotel.

Sonntag, 17.2.:
Dies ist unser letzte Tag in Chile. Wir laufen kreuz und quer durch die Stadt und landen, wie auch anders, wieder am Mercato Central. Dort gibt’s noch einmal eine schöne Meeresfrüchte-Platte.

Nachmittags wollen wir mit der Seilbahn auf den Cerro San Cristobal. Aber auch diese ist „wegen Reparaturarbeiten“ geschlossen und zum hoch laufen sind wir zu faul. Also landen wir wieder in Bellavista.

Am Montag müssen wir schon um 4.00 h aufstehen, da unser Flug so früh geht. Natürlich wird der vereinbarte Weckruf vom Hotel vergessen (zum Glück haben wir noch unseren Wecker gestellt) und natürlich wurde auch vergessen, das Taxi zu bestellen. Zum Glück fährt trotz der frühen Stunde ein freies Taxi zufällig vorbei.

Und so fahren wir durch ein menschen- und autoleeres Santiago zum Airport und ich denke mir, wie schön es wäre, wenn wir jetzt gerade erst gelandet wären.

Das war bestimmt nicht unsere letzte Tour durch Chile und Argentinien.

Beate


PS: Daheim stellen wir fest, dass Hertz uns 68 Euro zuviel von der Kreditkarte abgebucht hat, da wir das Auto mit halbleerem Tank zurückgegeben haben. Wir haben aber auch nur halbvoll übernommen. Ausserdem wurde für 3 Tage die Autobahnmaut in Santiago abgebucht. Die Reklamation läuft noch.

Dagegen ist unsere Reklamation wegen der Probleme mit den Camper-Papieren sofort und zur vollen Zufriedenheit geklärt worden. Schon das erste Entschädigungs-Angebot von Trekker Chile war so gut, dass wir sofort zustimmen konnten. Die Entschädigungs-Zahlung ist auf dem Weg!


Am Paso Pehuenche:



Laguna del Maule:



Cajon de Maipo:



Fiesta:





Mercado Central:


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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 20.März 2013 19:52:28 »
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Hallo Beate,

die Fotos, die ich bisher von der Laguna del Maule gesehen haben, haben mich auch schon sehr neugierig auf dieses Fleckchen Erde gemacht.

Weißt du noch, wie die Hosteria am Eingang des Reserva Nacional Altos de Lircay hieß und ob die eine Website haben?

Oh, bei den Termas Cauquenes hättet ihr vielleicht noch zur Reserva Nacional Rio Los Cipreses fahren können, da soll man nach keiner langen und wenig anstrengenden Wanderung eine ganze Menge seltener Sittiche beobachten können.

Kennst du eigentlich das Reserva Nacional Radal Siete Tazas und den Parque Nacional Laguna del Laja? Gerade Letzterer würde mich noch einmal sehr interessieren.
Du siehst, ich beschäftige mich gerade eingehend mit den Regionen Bio Bio und Maule  wink

Liebe Grüße
Sabine
« Letzte Änderung: 20.März 2013 20:10:18 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 20.März 2013 21:33:53 »
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Hallo Sabine,

ja, ich habe eine website gefunden, die ist aber absolut nicht aussagekräftig:
http://www.alojamientoelrayadito.cl/index.php/en/

Mehr kann man hier sehen:
http://refugioelrayadito.blogspot.de/

Das letzte Bild ist die Terrasse der Hosteria. Im übrigen haben wir keine 8.000 Pesos pro Person bezahlt, wie auf der eigenen website angegeben, sondern nur 13.000 fürs Zimmer.
Aber: die Zimmer haben kein eigenes Bad, sondern immer 2 oder 3 Zimmer ein Gemeinschaftsbad. Da wir aber die einzigen Gäste waren, war das uns egal. Und die Gruppe, die nachts noch kam, hatten ihre Zimmer unter uns, also störten uns auch im Bad nicht.

Eigentlich wollten wir zur RN Rio Los Cipreses fahren, aber die Strasse war dann für unser Auto einfach zu schlecht. Dasselbe galt für die RN Radal Siete Tazas. Den PN Laguna del Laja hatten wir mit dem Camper geplant, aber da sind wir ja vor dem Regen geflüchtet, deshalb ist er ausgefallen.

Über für uns ist klar, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft das chilenische Seengebiet genauer anschauen werden und da stehen dann diese Ziele auch mit auf dem Programm.

Jetzt bin ich nur gespannt, wer von uns Beiden es eher dorthin schafft. Denn diejenige muss einen Reisebericht schreiben, damit die Andere weiss, was sie anschauen muss.  grin


Gruss Beate
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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 21.März 2013 19:48:50 »
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Hallo Beate,

danke für die Mühe, dass du mir rausgesucht hast, wie die Hosteria hieß. Allerdings ohne eigenes Bad fällt sie dann doch schon wieder für uns raus.

Ich bin wirklich gespannt, wer von uns beiden es dorthin als nächstes schafft  wink.

Aber du bestätigst wieder das, was mich oftmals so wundert, wenn alle/die meisten immer sagen, im Seengebiet reicht ein normaler kleiner PKW.
Alleine bei unserer 5-wöchigen Tour (Atacama, Seengebiet sowie südliches Patagonien) sind wir mit die schlechtesten Straßen im Seengebiet gefahren. Ich denke, sobald man sich abseits der normalen Routen bewegt, ist es schon besser ein Auto mit zumindest höherer Bodenfreiheit zu haben. Für uns sind halt die Pickups dort nichts, da sie zu arg auf den Rücken gehen.

Nochmals danke für deinen Bericht!

Liebe Grüße
Sabine
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Fili

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 20.Mai 2013 16:52:38 »
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Vielen dank für diesen Reisebericht. Da bekommt man doch gleich Lust sich ins Flugzeug zu setzen und mal wieder aus Deutschland rauszukommen.
Die Seafood Platter sieht richtig gut aus:D.
smiley
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ElkeS

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 01.Januar 2019 18:03:06 »
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Zitat von: beate2 am 27.Februar 2013 15:46:00
Am nächsten Morgen ging dann der Flug nach Punta Arenas. Wir hatten die richtige Seite ausgewählt und bei einem absolut Spitzenwetter konnten wir die vor uns liegende Route gleich mal in Anschein nehmen. Wir sahen Bariloche, den Mt Fitzroy, sogar den Perito Moreno Gletscher konnten wir erkennen.

Welches ist denn die "richtige" Seite?

Zitat von: beate2 am 27.Februar 2013 15:46:00
Kurz und knapp: um 15.00 h hatten wir zumindest eine Kühlbox die über die Autobatterie lief und konnten somit mit 1 ½ Tagen Verspätung endlich unsere Runde starten.

Am ärgerlichsten an solchen Camper-Erlebnissen ist immer die verlorene Reisezeit...

Zitat von: beate2 am 05.März 2013 19:06:06
Nach ein paar Kilometern machen wir es wie die Argentinier: bei jeder Gelegenheit wird auf die neue (noch gesperrte) Fahrbahn aufgefahren und wenn dann tatsächlich eine Stelle mit Bauarbeiten kommt, dann fährt mal halt für ein paar Meter wieder runter auf die „Umgehung“. So kommen wir unerwartet schnell voran.

Klingt nach einer Strategie  wink
Aber kann man da nicht mächtig Ärger bekommen?

Zitat von: beate2 am 07.März 2013 20:24:36
Wir sitzen derweil auf dem „Arme Sünder Bänkchen“ und können nichts weiter tun als warten. Nach 2 Stunden wird uns endlich erlaubt zu telefonieren, allerdings sprechen zuerst die Zöllner mit der Autovermietung. Und seltsamerweise bricht die Verbindung immer zusammen, wenn wir den Hörer übernehmen wollen.
...
Nach 3 Stunden und weiterer Telefonate der Zöllner heisst es auf einmal: abfahren, und zwar schnell. Wir werden praktisch aus Argentinien rausgeworfen mit der Ermahnung, mit diesen Papieren dürften wir nie mehr nach Argentinien einreisen.

Was für eine Geschichte...
Da habt Ihr sicher Blut geschwitzt...
Konntet Ihr nicht mit Eurem Handy telefonieren? Oder gibt es dort in der Gegend keinen Empfang?
Ich sehe schon, wir müssen uns darauf einstellen, dass da einiges komplett anders läuft als wir es kennen...

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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 01.Januar 2019 18:40:14 »
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Zitat von: ElkeS am 01.Januar 2019 18:03:06
Welches ist denn die "richtige" Seite?


Auf dem Flug nach Süden scheint es die in Flugrichtung linke Seite zu sein. Zumindest sind wir rechts der Anden entlang geflogen.


Zitat von: ElkeS am 01.Januar 2019 18:03:06
Aber kann man da nicht mächtig Ärger bekommen?


Vielleicht !?! Aber da draussen ist die Polizei kaum präsent. Und wenn, dann hätten wir uns "blöd" gestellt. Ob das hilft, weiss ich nicht  grin


Zitat von: ElkeS am 01.Januar 2019 18:03:06
Was für eine Geschichte...
Da habt Ihr sicher Blut geschwitzt...
Konntet Ihr nicht mit Eurem Handy telefonieren? Oder gibt es dort in der Gegend keinen Empfang?
Ich sehe schon, wir müssen uns darauf einstellen, dass da einiges komplett anders läuft als wir es kennen...



Handy-Empfang gab und gibt es dort nirgends. Übrigens auch auf der Ruta 40 kaum. Nur in Ortschaften kannst Du mal Glück haben. Also verlass Dich lieber nicht drauf.

Abgesehen davon: auf unserer nächsten Tour kam es noch toller: wir hatten extra 2 Ersatzreifen geordert, und sind dann nach Feuerland gefahren.
Am 1. Tag hatten wir einen Platten, wir also Reifen gewechselt, nur um festzustellen, dass der Ersatzreifen keine Luft hat. Wir haben dann mit einem kleinen Kompressor so viel wie möglich Luft gegeben.
Am 2. Tag hatten wir den nächsten Platten. Auch das 2. Ersatzrad hatte keine Luft. Also wieder dasselbe.
Und auf der ganzen chilenischen Seite keine Möglichkeit, einen Reifen reparieren zu lassen oder einen neuen zu kaufen. Also fuhren wir Richtung argentinische Grenze.
Und ca. 50 km vor der Grenze dann der 3. Platten.!!!
Da standen wir dann in der Pampa auf 3 Rädern und 3 kaputten Reifen.
Mein Mann lief los, da wir ein paar Kilometer vorher einen Eingang zu einer Estancia gesehen hatten. Ich blieb am Auto. Dann kam zum Glück ein Auto, das ich anhielt und mit meinem sehr rudimentären Spanisch erklärte, dass dort hinten mein Mann läuft. Der Fahrer sammelte dann wirklich meinen Mann ein und fuhr mit ihm von einer Estancia zur andern, bis irgendeine dann einen passenden Reifen hatte. Nach 9 Stunden kamen beide zurück!!! Ich kannte inzwischen jeden Grashalm in der Umgebung auswendig.  cheesy

Der Reifen war zwar sauteuer aber auch abgefahren. Aber was soll man in der Situation machen. In 5 Minuten war er gewechselt und die Männer verschwanden. Wir starteten den Motor, bzw. wollten.................... Aber da ging nichts mehr! So mussten wir dann noch diesen schweren Camper anschieben. Du glaubst nicht, wieviel Kraft man da entwickelt!!!

Und das Donnerwetter, das wir hinterher bei unserem Vermieter machten, kannst Du Dir vielleicht auch vorstellen.

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 06.Januar 2019 12:23:58 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: beate2 am 01.Januar 2019 18:40:14
Abgesehen davon: auf unserer nächsten Tour kam es noch toller: wir hatten extra 2 Ersatzreifen geordert, und sind dann nach Feuerland gefahren.
Am 1. Tag hatten wir einen Platten, wir also Reifen gewechselt, nur um festzustellen, dass der Ersatzreifen keine Luft hat. Wir haben dann mit einem kleinen Kompressor so viel wie möglich Luft gegeben.
Am 2. Tag hatten wir den nächsten Platten. Auch das 2. Ersatzrad hatte keine Luft. Also wieder dasselbe.
Und auf der ganzen chilenischen Seite keine Möglichkeit, einen Reifen reparieren zu lassen oder einen neuen zu kaufen. Also fuhren wir Richtung argentinische Grenze.
Und ca. 50 km vor der Grenze dann der 3. Platten.!!!
Da standen wir dann in der Pampa auf 3 Rädern und 3 kaputten Reifen.
Mein Mann lief los, da wir ein paar Kilometer vorher einen Eingang zu einer Estancia gesehen hatten. Ich blieb am Auto. Dann kam zum Glück ein Auto, das ich anhielt und mit meinem sehr rudimentären Spanisch erklärte, dass dort hinten mein Mann läuft. Der Fahrer sammelte dann wirklich meinen Mann ein und fuhr mit ihm von einer Estancia zur andern, bis irgendeine dann einen passenden Reifen hatte. Nach 9 Stunden kamen beide zurück!!! Ich kannte inzwischen jeden Grashalm in der Umgebung auswendig.  cheesy

Der Reifen war zwar sauteuer aber auch abgefahren. Aber was soll man in der Situation machen. In 5 Minuten war er gewechselt und die Männer verschwanden. Wir starteten den Motor, bzw. wollten.................... Aber da ging nichts mehr! So mussten wir dann noch diesen schweren Camper anschieben. Du glaubst nicht, wieviel Kraft man da entwickelt!!!

Und das Donnerwetter, das wir hinterher bei unserem Vermieter machten, kannst Du Dir vielleicht auch vorstellen.

Ach Du Sch...
Und in so einer Situation hat man dann keine Chance, jemanden anzurufen?
Also macht es gar keinen Sinn, sich bei der Einreise eine chilenische bzw. argentinische Telefonkarte zu besorgen, damit man unterwegs ggf. telefonieren kann?

Ist das Reparieren von Reifen generell ein Problem? Oder mehr auf chilenischer Seite?
Und war Euer Vermieter?
Seid Ihr dann den restlichen Urlaub ohne Ersatzreifen gefahren huh
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #60 am: 06.Januar 2019 12:54:30 »
Antwort mit Zitat nach oben
Eine Telefonkarte macht wahrscheinlich Sinn, aber nur in bewohnten Gegenden. Ausserhalb hast Du kaum irgendwo einen Netzempfang.
Aus diesem Grund haben wir uns dann bei der nächsten Tour, die durch noch abgelegenere Gegenden in der Atacama ging, ein Sat-Tel. gemietet. Damit hatten wir wirklich überall die Möglichkeit zu telefonieren. Das einzelne Telefonat war sogar billiger als mit Handy, aber die Mietkosten muss man ja auch dazu rechnen.

Nein, das Reparieren von Autoreifen ist normalerweise überhaupt kein Problem und kostet auch nur ein paar Euro (haben das x-mal durchspielen müssen!!!). Es war nur so, dass es auf der chilenischen Seite von Feuerland keine einzige Autowerkstatt gibt.

Wir haben dann am nächsten Tag, auf der argentinischen Seite, 4 neue Reifen gekauft und den besten der alten Reifen reparieren lassen. Das Geld haben wir natürlich vom Vermieter zurück verlangt und auch ohne Probleme bekommen.

Wir mussten (oder haben!) später auch noch eine neue Batterie gekauft, weil wir ein paar mal morgens Probleme hatten, das Auto anzulassen und jedesmal ein anderes Auto zum überbrücken gebraucht haben. Auch diese Batterie haben wir ersetzt bekommen.

Diesen Vermieter (es war ein ausgewanderter Deutscher) gibt es inzwischen nicht mehr, bzw. die vermieten keine Autos mehr, sondern machen nur noch organisierte Trekkingtouren. Und was ich damals noch nicht wusste: unsere Tour war die letzte mit diesem Camper, dementsprechend sah man da natürlich keine Notwendigkeit, noch Geld reinzustecken.

LG
Beate
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