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  30.Juli 2021 06:50:25

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 Thema: Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013  (Gelesen 18683 mal)
S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 04.März 2013 19:57:56 »
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Hallo Beate,

in 2005 sagte man uns, dass es ziemlich regelmäßig alle 7 Jahre zum Einsturz dieser Brücke kam, aber dass es jetzt immer länger dauern würde. Daher hätte mich interessiert, ob es Schätzungen gibt, wie lange jetzt so eine Periode dauert.

Wenn es sich dann ankündigt, muss vor Ort die Hölle los sein (Fernsehteams etc.).

Viele Grüße
Sabine
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 05.März 2013 18:51:46 »
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Ja, das würde ich auch gerne sehen. Und wir hatten dieses mal wirklich die Hoffnung, dass es klappen könnte. Dafür hätten wir auch noch einen Tag mehr gewartet. Aber das wäre dann doch zuviel Glück gewesen.

Beate
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 05.März 2013 19:06:06 »
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Und schon gehts weiter:

Mit einer kurzen Wanderung zum Chorillo del Salto, ein schöner Wasserfall, müssen wir uns am nächsten Morgen vom Nationalpark verabschieden. Nach dem Einkaufen und Tanken in El Chalten hat uns die Pampa wieder. Aber jetzt wird’s ungemütlich: eine Baustelle von insgesamt 115 km erwartet uns auf der Ruta 40. Die Umgehungsstrasse läuft zwar direkt daneben, ist aber eine furchtbare Rüttelpiste, während wir auf der Baustelle den schönsten Asphalt sehen.
Nach ein paar Kilometern machen wir es wie die Argentinier: bei jeder Gelegenheit wird auf die neue (noch gesperrte) Fahrbahn aufgefahren und wenn dann tatsächlich eine Stelle mit Bauarbeiten kommt, dann fährt mal halt für ein paar Meter wieder runter auf die „Umgehung“. So kommen wir unerwartet schnell voran.

Wir wollen heute irgendwo am Lago Cardiel übernachten, konnten aber vorher nicht in Erfahrung bringen, ob es da einen Campingplatz oder überhaupt irgendeine Infrastruktur gibt. Trotzdem wir kilometerlang auf der Ruta 40 am See entlangfahren und das tiefe Blau des Wassers bewundern, finden wir keine Zufahrtsstrasse. Erst am äussersten Nordende, der See liegt schon hinter uns, geht eine Strasse ab, die, wie sich herausstellt, tatsächlich zum See führt. Dort ist keinerlei Zivilisation und wir haben damit wieder eine herrliche Stelle für unseren Camper gefunden.

Montag, 28.1.: Kurz nachdem wir wieder auf der Ruta 40 sind, gibt es plötzlich ein nur allzusehr bekanntes Geräusch: wir haben einen Platten. Zum Glück ist hier die Strasse total eben und kilometerlang einsehbar, sodass wir den Reifenwechsel mitten auf der Strasse machen können (auf dem Bankett wäre das Auto so schief gestanden, dass wir es nicht hätten aufbocken können).
Der Reifenwechsel dauerte insgesamt ¾ Stunde und in dieser Zeit kamen gerade mal 3 Autos vorbei. Und zwei davon hielten und die Fahrer fragten, ob wir Hilfe benötigen. (Auch das ist Argentinien).

Mitten in der Pampa liegt das wirklich gottverlassene Nest Bajo Caracoles. Es besteht aus ein paar sehr ärmlichen Häusern, einen Tankstelle, einem Hotel, das eigentlich nur eine Bar ist und einer Autowerkstatt. Hier lassen wir gleich unseren Reifen flicken und tanken. Eigentlich wollten wir noch einen Kaffee trinken, aber der Einzige, der die Kaffeemaschine bedienen kann, ist gerade irgendwo unterwegs. Also geht’s ohne Kaffee weiter.

Wir wollen zur Cueva de los Manos, einer Höhle, bzw. Felsübersprung, in der tausende Hände abgebildet sind, die ältesten angeblich 9000 Jahre alt. An der Abzweigung zu Höhle steht ein grosses Schild: Eintritt 50 Pesos pro Person, zahlbar ausschliesslich bar und in argentinischen Pesos. Wir machen Kassensturz und stellen fest, dass wir nicht mehr so viel Bargeld haben. Ich schlage vor, zurück nach Bajo Caracoles zu fahren und im „Hotel“ zu versuchen, Dollars einzutauschen. Einen ATM gibt’s dort nämlich nicht. Mein Mann glaubt zwar nicht, dass es klappt, aber wir müssen es versuchen, wir haben keine andere Wahl. Und sind dann ganz überraschst: Die Leute dort sind glücklich, an Dollars zu kommen und geben uns einen viel besseren Kurs als wir bei einer Bank bekommen hätten. Und wir können gleich mehr tauschen, als erwartet.

Um 16.00 h sind wir endlich an der Höhle und kommen gerade noch rechtzeitig für die letzte Führung. Die Hände sind fast alles linke Hände (also waren die Menschen schon damals meistens Rechtshänder). Die Menschen haben die linke Hand an den Fels gelehnt und dann mit einem Blasrohr weisse oder schwarze Farbe drauf geblasen, sodass ein Negativ-Abdruck der Hände entstand. Eine Hand hat sogar 6 Finger.

Um 18.00 h sind wir wieder am Parkplatz zurück und überlegen, wo wir wohl heute übernachten. Auf der Fahrt zurück zur Ruta 40 sehen wir einen Feldweg abbiegen, den wir ausprobieren und wir landen auf einem Airstrip. Dieser wurde wahrscheinlich angelegt, um die ganze Prominenz einzufliegen, als die Cueva de los manos vor ein paar Jahren zum Weltkulturerbe erklärt wurde,.

Das war wiedermal ein idealer Übernachtungsplatz für uns. Wieder mit unbeschreiblichen Ausblicken auf die umliegenden Berge und die Schlucht, in der die Cueva ist.

Kleine Zwischenbemerkung: jeden Tag sehen wir Guanakos, Nandus, ab und zu mal einen Fuchs. Und unterdessen ist es sehr warm geworden, wir haben am Nachmittag teilweise 30 Grad. Und das in Patagonien, wo wir uns eigentlich auf viel kältere Temperaturen eingestellt hatten.

Ruta 40 durch die Pampa:


Lago Cardiel:


Gedenkstätte für "Gauchito":


Cueva de los manos:


Blick von unserem Stellplatz zum Eingang der Höhle:



Gruss Beate
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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 05.März 2013 20:59:02 »
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Hallo Beate,

wie schön, die Cueva de los Manos möchte ich auch irgendwann noch einmal sehen. Hoffentlich komme ich da noch einmal hin.

Die Stätten für "Gauchito Gil" müssen bei mir auch immer mal wieder fürs Foto herhalten.

Habe ich dir schon gesagt, wie toll es ist, dass du hier einen Reisebericht inkl. Fotos machst? Ich fühle mich mittendrin.

Ich will auch nach Südamerika!!!

Liebe Grüße
Sabine
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Katja

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 05.März 2013 22:17:22 »
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Die Cueva de los manos würde ich auch gerne einmal sehen...
LG
Katja
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BuboBubo

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 06.März 2013 09:36:05 »
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Hallo Beate,

langsam hole ich auf....  smiley

Schöner Reisebericht einer Region, die auch ganz oben auf unserer Liste steht, wenn wir nicht mehr arbeiten müssen.
Tolle Bilder mit den Eisbergen!!!

Freue mich auf die Fortsetzungen...

LG
Sandra

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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 20:24:36 »
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Und auf gehts zur nächsten Etappe:

Am Dienstag geht’s erst wieder zurück nach Bajo Caracoles und dann nach Osten weiter zum Lago Posadas. Das ist wieder eine Strecke, über die ich vorab kaum Informationen bekommen konnte. Wir fahren kilometerlang allein durch die Pampa, um dann in einem doch sehr touristisch aufgemotzten Ort anzukommen. Für was oder wen hier ein breiter Boulevard mit Bäumen rechts und links als Begrüssung gebaut wird, ist mir nicht ganz klar. Touristen sind auf jeden Fall keine zu sehen.

Der Lago Posadas ist dann noch einmal 20 km entfernt. Er liegt in total karger Landschaft. Wir fahren soweit möglich um den See und wundern uns wiedermal über die tiefblaue Farbe des Wassers. Nur durch eine kleine Landbrücke von ca. 50 m getrennt ist der Lago Puyerredon, der jedoch eine völlig andere Farbe hat.

Campingplatz gibt’s wieder keinen. Aber wir können direkt am See, windgeschützt, mit Blick auf einen hohen Felsenbogen im Wasser, völlig einsam übernachten.

Mittwoch, 30.1.: weiter geht’s auf einer Strasse, die ich in 3 Foren angefragt hatte und niemand konnte mir sagen, ob diese Strasse überhaupt existiert. Wir probierten es einfach uns und kamen durch eine der aufregendsten und einsamsten Landstriche Argentiniens. Teilweise kamen wir uns vor, wie auf dem Mond oder Mars, es gibt Felsen in allen Farben und Formen. Es geht bergauf und bergab und hinter jeder Kurve wäre wieder der Fotoapparat gefragt.

Gegen Mittag sind wir an der Grenze am Paso Roballos, wohl der einsamste Grenzübergang zwischen Argentinien und Chile. Hier haben die Zöllner nicht viel zu tun und prüfen deshalb unsere Papiere sehr genau. Und stellen fest, dass wir falsche Grenzpapiere dabei haben. Diese Papiere gehören zu einem anderen Auto, andere Autonummer, anderes Baujahr, andere Motornummer. Wir sitzen erst mal fest. Es wird uns nicht erlaubt, mit dem Autovermieter zu telefonieren. Dafür bricht aber bei den Zöllner die Hektik aus. Soweit wir verstehen, wird eine Zollfahndung aktiviert und die Polizei benachrichtigt. Wir sitzen derweil auf dem „Arme Sünder Bänkchen“ und können nichts weiter tun als warten. Nach 2 Stunden wird uns endlich erlaubt zu telefonieren, allerdings sprechen zuerst die Zöllner mit der Autovermietung. Und seltsamerweise bricht die Verbindung immer zusammen, wenn wir den Hörer übernehmen wollen.

Wir bieten an, nicht über die Grenze zu fahren, sondern in Argentinien nach Norden, damit unser Autovermieter Zeit hat, die richtigen Papiere zu besorgen. Als Antwort hören wir: dieses Auto fährt in Argentinien keinen Kilometer mehr.

Nach 3 Stunden und weiterer Telefonate der Zöllner heisst es auf einmal: abfahren, und zwar schnell. Wir werden praktisch aus Argentinien rausgeworfen mit der Ermahnung, mit diesen Papieren dürften wir nie mehr nach Argentinien einreisen.

An diesem Grenzübergang ist zwischen argentischer und chilenischer Seite ein „Niemandsland“ von ca. 20 km und wir überlegen uns schon, was wir machen, wenn die Chilenen uns nicht reinlassen. (Zeitungstitel: 2 Deutsche im Niemandsland vermisst!!!)

Zu unserem Erstaunen gibt’s bei den Chilenen keinerlei Probleme. Sie lachen fast über unsere Bedenken. Dafür wird aber das Auto genau nach frischen Lebensmitteln durchsucht und ein bearbeitetes Brett, das wir irgendwo aufgelesen haben, um den Camper in Notfall gerade stellen zu können, wird konfisziert!

Kaum über der Grenze ändert sich die Landschaft. Es wird grün, teilweise mit Urwald. Wir sehen wieder sehr viele Berge mit Gletschern und Schneefelder.

Wie auch anders nicht zu erwarten, finden wir wieder keinen Campingplatz. Dafür aber einen schönen Stellplatz direkt am Lago Argentino, neben der Brücke, die über den Zufluss des Sees geht.

Unser Übernachtungsplatz am Lago Posadas:



Am Paso Roballos:
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@nna

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 20:47:15 »
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Hallo Beate,

da habt ihr aber gute Nerven gebraucht  wink  Jetzt habe ich mal eine Vorstellung von eurem Camper. Da macht das Mitreisen doch gleich viel mehr Spaß  wink  Ist das ein 4WD ? So ähnlich ist der Apollo in Australien.
Liebe Grüße
@nna
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Jutta

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 20:52:38 »
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Ach Beate, da weint mein Herz, wenn ich euer Auto - das auch unseres war - am Lago Posadas sehe.
Wir hatten ja eine lange Mängelliste, die sich aber in erster Linie auf den ungepflegtenCamperaufbau bezog, aufgestellt. Als sich dann aber bei der Abholung des Autos in Santiago herausstellte, dass die Sekretärin vergessen hatte den Kilometerstand einzutragen, wir also für die zusätzlichen Kilometer nicht zahlen mussten und auch keine Reinigungsgebühr erhoben wurde, verzichteten wir auf weitere Beschwerden.
Ich weiß natürlich nicht, ob es dasselbe Auto war. Wir hatten den Eindruck, dass der Aufbau wesentlich älter war als das Auto selbst. Trekker schiebt den schlechten Zustand der Autos schon mal auf die unzuverlässige Wartung in den Anmietstationen. Wir haben in Talca angemietet und konnten dort direkt auf fehlende Utensilien etc. hinweisen. Auch bekamen wir auf unser Drängen hin noch zwei neue Reifen. Wie schlecht z. B. die Matratze war, haben wir erst später gemerkt. Ich finde der ungepflegte Zustand der Autos wirft doch ein schlechtes Licht auf die Familie Schubert, die uns gegenüber bemüht war alle Mängel auf die Straßen und "südamerikanische Verhältnisse" zu schieben.
Trotz allem: wir denken mit Sehnsucht an diese Reise zurück!
Jutta
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 20:53:10 »
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Hallo Anna,

Du warst zu schnell.  grin
Ich war noch gar nicht fertig und wollte gerade noch Bilder anfügen.

Also mal weiter:

So schaut der Camper dann von innen aus:


unser Stellpaltz am Lago Argentino:


Gruss Beate
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beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 20:58:29 »
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So, jetzt kann ich in Ruhe antworten:

Ja, Anna, dass ist ein 4wd. Und den kann man ganz gut gebrauchen.

@ Jutta:
Das finde ich jetzt toll, dass Ihr mit demselben Auto unterwegs wart. Es stimmt, der Camper-Aufbau war innen schon sehr ungepflegt und schmutzig. Wi haben erstmal Grossputz veranstaltet. Allerdings haben wir dann beim Fahren gemerkt, dass man fast nicht verhindern kann, dass da Staub reinkommt. Es sah innen jeden Abend aus wie S....

Wir hatten ja eine Überführungsfahrt, da waren sämtliche Kilometer frei.

Und ich kann jetzt schon vorab sagen: es kam noch eine Reklamation dazu. Aber unterdessen haben wir alles mit Franz Schubert abklären können und ich muss sagen, wirklich zu unserer vollsten Zufriedenheit. Schon gleich das erste Entschädigungsangebot von denen war so gut, dass wir gar nicht lange verhandeln mussten.

Genaueres folgt noch im Laufe des Bericht.
Gruss Beate

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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 21:09:44 »
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Hallo Beate,

zuallererst: Am besten gefällt mir das Bild mit dir  cheesy

Welche Strecke, die so toll war, seid ihr beim Lago Posadas gefahren? Ich würde das gerne mal auf der Karte nachvollziehen --- man weiß ja nie, ob man dort nicht doch noch einmal hinkommt  rolleyes

Strenge Grenzkontrollen, u. a. genaues Kontrollieren der Papiere, kennen wir nur so; wobei es bei den Fahrten rein nach Chile immer das Wichtigste war, kein Obst etc. dabei zu haben; so wie bei euch auch.
Ich habe mir eben bildlich vorgestellt, wie ihr da auf eurem "Arme-Sünder-Bänkchen" gesessen seid. War währenddessen bestimmt nicht lustig, aber im Nachhinein ist es doch ein wenig zum Schmunzeln, weil es ja gut ausgegangen ist.
Aber ihr versteht doch das eine oder andere ... wo du immer schreibst, du könntest kein Spanisch.

Du beschreibst Lago Posadas als einen Ort mit breiten Boulevards. Ich bin mir nicht sicher, ob das tatsächlich wg. Tourismus ist. Wir haben das schon öfter in Argentinien in gottverlassenen Ecken gesehen. Gewundert habe ich mich deswegen des Öfteren.

Viele Grüße
Sabine

« Letzte Änderung: 07.März 2013 21:10:59 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
beate2

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 21:19:18 »
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Zitat von: S@bine am 07.März 2013 21:09:44
zuallererst: Am besten gefällt mir das Bild mit dir  cheesy



Ach nein, bitte nicht. Ich habe mir lange überlegt, ob ich das reinstelle. Aber es ist das einzige Bild, auf dem man den Camper innen sieht. Und wie Du siehst, war der Abend schon etwas fortgeschritten.

Im übrigen: den Tisch kann man ganz ausziehen, damit hat man wirklich einen vernünftigen Tisch. Es ist dann nur immer umständlich, sich zu setzen.

Lago Posadas: wir sind vom See erst zurückgefahren zum Ort Lago Posadas (Hipolito Yrigoyen) und dann die Verbindungsstrasse nach Norden zur Ruta 41. Dort ist das Bild gemacht.

Du hast schon Recht: Notgedrungen können wir unterdessen auch etwas mehr Spanisch, allerdings zu vollständigen Sätzen reicht es noch nicht. Aber unser Wortschatz hat sich in diesem Urlaub ganz schön erweitert.

Gruss Beate
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@nna

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 21:26:04 »
Antwort mit Zitat nach oben
Zitat von: beate2 am 07.März 2013 21:19:18
Ach nein, bitte nicht. Ich habe mir lange überlegt, ob ich das reinstelle. Aber es ist das einzige Bild, auf dem man den Camper innen sieht. Und wie Du siehst, war der Abend schon etwas fortgeschritten.




Warum ? Es ist doch nett, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat  grin Von den Forentreffen gibt es bei mir auch Fotos, die ich jetzt nicht soooo gerne in der Öffentlichkeit sehe .....  wink
Liebe Grüße
@nna
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S@bine

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 07.März 2013 21:29:30 »
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... apropos, Fotos von Forentreffen, da gibt es von mir auch Bilder hier  grin. Ingrid war so nett und hat das letzte Mal ein Kaktus gewählt, quasi als Hommage an mein Faible für Südamerika.

Die Straße schau ich mir gerade auf der Karte an. Danke!

Viele Grüße
Sabine
« Letzte Änderung: 07.März 2013 21:31:22 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
Katja

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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 08.März 2013 20:43:38 »
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Mit so einem Camper könnte ich mir auch vorstellen, unterwegs zu sein (vom schlechten Zustand mal abgesehen).
Und so ein Übernachtungsplatz am See ist natürlich traumhaft!
Und ich finde es auch schön, mal ein Bild von dir zu sehen, Beate. smiley

Viele Grüße
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 09.März 2013 19:19:23 »
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Auf zur nächsten Etappe:

Donnerstag, 31.1. Heute ist es ausnahmsweise bewölkt. Die Fahrt geht erst noch durch Urwälder, später gibt’s dann viele kleine Bauernhöfe und Landwirtschaft. In Cohaique telefonieren wir sehr lange und sehr böse mit unserem Autovermieter. Als wir dann nach 2 Stunden ein Formular gefaxt bekommen und sehen, dass das wieder ein falsches Formular ist, springe ich fast durchs Telefon. Aber das hilft dann anscheinend doch, denn 10 Minuten später haben wir das richtige Formular als Fax in Händen. Ob das dann allerdings an der nächsten Grenze anerkannt wird, wissen wir nicht.

Nach dem Tanken und Einkaufen fahren wir erset um 19.00 h weiter. Eigentlich wollen wir nach Puerto Aisen fahren, geben aber nach ein paar Kilometern auf, da die Strasse zu schlecht ist und wir überhaupt keine Nerven mehr dafür haben. Wir finden wieder einen sehr schönen Stellplatz direkt am Fluss.

Am nächsten Morgen ist unser Ärger verraucht, die Nerven sind wieder erstarkt und so fahren wir doch noch durch das Tal des Rio Simpson nach Puerto Aisen. Das ist wieder ein sehr schäbiger und armer Ort. Ein paar Kilometer weiter in Puerto Chacabuco ist es nicht besser.

Gegen Mittag sind wir wieder auf der Ruta 7 und fahren nach Norden. Eigentlich wollen wir Cisne auch noch besuchen, aber da ist wieder eine dieser schlechten Strassen, so dass wir es bleiben lassen. Auch auf der Ruta 7 endet der Asphalt hinter Villa Armengual und dann geht es sehr steil, sehr eng, sehr kurvig auf tiefem Sand durch dichtesten Regenwald  ca. 500 Höhenmeter das Escarpment  nach unten. Hier möchte ich nicht mit einem normalen PKW fahren. Es sind aber auch LKW unterwegs, die Schwierigkeiten haben, um die engen Kurven zu kommen.

Gegen 17.00 h kommen wir im NP Quelat am Campingplatz beim Ventisquero Gletscher an. Auch das ist ein Wiedersehen, denn auch hier haben wir 2005 schon übernachtet.
Wir laufen schnell noch ¼ Stunde zu einem Aussichtspunkt, um den hängenden Gletscher bewundern zu können. Danach noch ½ Stunde zum Gletschersee. Dort gibt’s Bootsfahrten zum Gletscher und wir haben wieder Glück und kommen auf das letzte Boot des Tages.

Anschliessend heisst es wieder mal: Feuer machen, grillen, geniessen.

Samstag 2.2.: Gestern abend und heute morgen waren uns die Duschen des Campingplatzes dann doch zu kalt. Wir wollen stattdessen in den nur 5 km entfernten Termas Ventisquero „wässern“. Aber wir haben kein Glück: die Termas sind geschlossen, da die Pumpe ausgefallen ist und somit kein warmes Wasser zur Verfügung steht. Also gibt’s nur eine Katzenwäsche im Camper.

Weiterfahrt nach Norden über Villa Santa Lucia (hier müssen wir morgen nach Osten abbiegen, um wieder nach Argentinien zu kommen. Heute aber fahren wir weiter nach Norden durch Urwälder, ab und zu unterbrochen von kleinerer Landwirtschaft, am Lage Yelcho entlang, bewundern von der Strasse aus den Yelcho-Gletscher und biegen dann zu den Termas Armarillo ab. Das ist eigentlich ein Freibad mit Thermalquellen. Und da es Samstag Nachmittag ist, ist der Teufel los. Trotzdem geniessen wir das warme Wasser.

Dann fahren wir diese kleine Seitenstrasse einfach noch weiter, sie scheint nirgendwo hin zu gehen. Und wir finden wirklich wieder eine schöne einsame Stelle für die Nacht mit Blick auf Urwald und Gletscher.

Am Sonntag morgen bewundern wir die Nebelschwaden, wie sie durch den Urwald ziehen und immer wieder anderes Licht hervorrufen. Dann geht’s zurück auf die Ruta 7.

Wir fahren durch den NP Pumalin und schauen uns jeden Campingplatz an, denn irgendwo müssen wir ja auf der Rückfahrt wieder übernachten. Aber keiner der Plätze gefällt uns so richtig. Dafür ist die Fahrt umso schöner. Die Strasse wird immer enger, rechts und links rückt der Urwald in die Strasse.
Vom Campingplatz „El Volcan“ aus sieht man den Vulkan Chaiten rauchen. Dieser Vulkan ist 2008 ganz überraschend ausgebrochen und hat die Stadt Chaiten begraben. Daraufhin hatte die chilenische Regierung entschieden, dass die Stadt aufgegeben werden soll und ein paar Kilometer weiter nördlich begonnen, eine neue Stadt aufzubauen. Allerdings ohne die Zustimmung der Bewohner. Diese bauten und bauen ihre Stadt am ursprünglichen Platz wieder auf und wir erlebten, ganz unerwartet, eine voll funktionierende Stadt, mit Polilzei, Hafenmeisterei, Krankenhaus. Gleich daneben sind allerdings noch Häuser, die 2 – 3 m tief in Schlamm und Asche begraben sind.

Wir können auch noch die kilometerlang abgebranden Hänge des Vulkans sehen.

Wir machen drei kleinere Wanderungen zu uralten Alerce-Bäumen , in die Tronador-Schlucht und zu einem Wasserfall (den wir allerdings nicht finden!) und stehen dann in Goleta Conzales am Ende der Strasse an einem sehr schönen Fiord. Hier geht es nur noch per Fähre weiter. Nachdem wir das Aus- und Einladen einer Fähre beobachtet haben, fahren wir die ganze schöne Strasse wieder zurück.

Ich habe vorher gelesen, dass man am Strand von Sta. Barbara (kurz nördlich von Chaiten) sehr schön übernachten kann, also fahren wir dort hin. Der Strand ist voller Menschen, allerdings gegen 20.00 h wird’s leer und später stehen wir ganz alleine am Strand.

Auf der Ruta 7:


Der Ventisquero-Gletscher:



So schön kann Camping sein:



El Chaiten:



Am Strand von Sta. Barbara:


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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 10.März 2013 11:55:55 »
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Hallo Beate,

hast du noch ein paar Bilder vom Pumalin Park? *Ganz lieb guck*
Douglas Tompkins hat den mittlerweile dem Staat Chile übergeben, oder?

Wir waren denn auf der Reise so die sanitären Einrichtungen? Ich frage deshalb nach, weil ich darüber gestolpert bin, als ich las, dass ihr geplant hattet, euch in den Termas zu wässern.

Ist der hängende Gletscher im NP Quelat eigentlich arg zurückgegangen? Ich meine mich an Bilder zu erinnern, die ich vor Jahren gesehen habe, da sah er gar nicht so anders aus. Vielleicht trügt mich aber meine Erinnerung.

Viele Grüße
Sabine
« Letzte Änderung: 10.März 2013 11:56:34 von S@bine » Moderator benachrichtigen   Gespeichert
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 10.März 2013 12:29:40 »
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Hallo Sabine,

das bild oben vom Camper auf der Ruta 7 wurde im Pumalin Park aufgenommen. Aber: Dein Wunsch ist mir Befehl, hier noch 2 Bilder:

Das ist hier ist am südlichen Eingang:



Und ein Blick in die Wildnis:


Die anderen Bilder, die ich von dieser Gegend habe, sagen nicht viel aus.

Der hängende Gletscher ist auch nach meiner Meinung nicht viel oder überhaupt nicht zurückgegangen. Ich habe unseren Bildern 2005 verglichen, da sah er genauso aus. Ist aber irgendwie auch klar: er kann nur bis zu dieser Abbruch-Kante wachsen und dann fällt er runter! Und das hat er damals auch schon getan.  grin

Wir wollten in den Termas wässern, weil auf dem CG am Gletscher das Wasser kalt war, zumindest mir wars zu alt zum Duschen. Und die Dusche im Camper haben wir wirklich nie benutzt: sie war so eng, und 5 Minuten Duschen hätte 20 Minuten Putzen zur Folge gehabt. Da haben wir lieber mal einen Tag auf die Dusche verzichtet.

Auch die Toilette im Camper haben wir nie benutzt. Es gab auf jedem Campingplatz, in jeder Visitor-Info, in jedem Supermarkt gute saubere kostenlose Toiletten.

Morgen gehts weiter.

Beate
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Re:Reisebericht Patagonien Jan/Febr. 2013
« Antwort #20 am: 10.März 2013 12:38:58 »
Antwort mit Zitat nach oben
Hallo Beate,

Zitat von: beate2 am 10.März 2013 12:29:40
Dein Wunsch ist mir Befehl, hier noch 2 Bilder:


  grin  grin  grin


Zitat von: beate2 am 10.März 2013 12:29:40
Der hängende Gletscher ist auch nach meiner Meinung nicht viel oder überhaupt nicht zurückgegangen. Ich habe unseren Bildern 2005 verglichen, da sah er genauso aus. Ist aber irgendwie auch klar: er kann nur bis zu dieser Abbruch-Kante wachsen und dann fällt er runter!


Ich meinte auch eher, ob er zurückgegangen ist  wink
Aber du scheinst es ja ähnlich empfunden zu haben. Ich bin über jeden Gletscher froh, der nicht zurückgeht.

Viele Grüße
Sabine
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